Jahresrückblick 2020

Ein herausforderndes und spannendes Jahr liegt hinter uns. In vielen Bereichen geschah Unerwartetes, was uns meistens gefreut und manchmal irritiert hat. Aber der Reihe nach. Im ersten Quartal konnten Kidsclub und Jugendclub als Orte der sinnvollen Freizeitgestaltung für Kinder und Teenager aus unserem Stadtteil normal öffnen. Neben Ausflügen zur Stendaler Eisbahn und Projekttagen in den Clubs konnten wir mit der Legostadt-Aktion in der Juri-Gagarin-Schule einen besonderen Höhepunkt setzen.
Eine Kindergruppe feierte den Abschluss des Schwimmkurses mit dem bestandenen Seepferdchen und auch die regelmäßigen Kreativangebote fanden statt.

Im Café Eckstein begrüßten wir an den Öffnungstagen zwischen 20 und 30 BesucherInnen und führten neben den Seniorenfrühstücken ein großes Familienfrühstück sowie ein Valentinstags-Dinner im Februar durch. Mit dem „Lernförder- und Nachhilfeclub“ durften wir im Januar einen weiteren Arbeitsbereich eröffnen, der sich fortan um die Unterstützung von bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen kümmert. Wir haben dafür weitere Räumlichkeiten angemietet. Im Bildungsbereich waren wir außerdem in der Jugend-Berufsorientierung aktiv.

Dieses rege Treiben wurde durch die Einschränkungen des Corona-Lockdowns Ende März beendet. Als Team setzten wir uns zusammen und überlegten, wie wir den Menschen in unserem Stadtteil helfen können. Neben Einzelkontakten, Online-Treffen und Nachhilfe wurden Spiel- und Bastelmaterial in die Familien gebracht und auf einem YouTube-Account Videos veröffentlicht. Darüber hinaus konnten wir in einer angemieteten Küche knapp 2500 Portionen Essen kochen und an die Familien im Stadtteil verteilen. Dabei stand uns die „Aktion Mensch“ finanziell zur Seite. Parallel dazu zogen wir einige Renovierungsmaßnahmen vor und konnten so im Café Eckstein eine zweite Toilette einbauen und die Toiletten im Kidsclub rundum erneuern. Außerdem wurde in den großen Aufenthaltsräumen eine Schalldämmung an die Decken montiert und für das Außengelände ein Bewässerungssystem inkl. Sickerstellen für die Bäume eingerichtet, damit die oftmals starke Trockenheit im Sommer unser Gelände nicht dauerhaft schädigen kann. Zuletzt investierten wir in das Dach des Haupthauses und konnten undichte Stellen versiegeln.

In den Sommerferien erlaubten es die Regelungen der Landesregierung im Rahmen unseres Hygienekonzeptes verschiedene Angebote durchzuführen. Neben vier Themenwochen (Wasser, Natur & Tiere, Sport, Film) fanden im Kidsclub vier Ausflüge mit insgesamt 38 TeilnehmerInnen und vier Kurzfreizeiten mit insgesamt 62 TeilnehmerInnen statt. Im Jugendclub konnten wir neben der normalen Cluböffnung neun Ausflüge mit insgesamt 75 TeilnehmerInnen und vier Übernachtungsaktionen mit insgesamt 50 TeilnehmerInnen durchführen. Ein besonderer Höhepunkt war die siebentägige Action-Freizeit in Österreich mit 12 Jugendlichen.

Im Lernförder- und Nachhilfeclub fand in den Sommerferien eine Sommerschule statt. Hier konnten wir junge Menschen beim Aufholen von verpasstem Unterrichtsstoff unterstützen. Im Café Eckstein konnten Seniorenbegegnungen und Cafébetrieb auf Abstand durchgeführt werden.
Die Öffnungszeiten im Herbst waren wieder von Einschränkungen geprägt. Wir sind froh, dass es kein vollständiges Verbot für unsere Angebote gab. So konnten wir uns selbst geeignete Rahmen setzen und verantwortlich arbeiten. Es war möglich, dass eine Kindergruppe regelmäßig in die Kunstschule fahren und zwei Schulklassen der Pestalozzischule die Legostadt aufbauen konnten. Auch die Projekte „Meine Zukunft“, „Selbsterfahrung Jugendgarten“ und „Perspektive LEBEN“ konnten ihre Arbeit gut durchführen.

Die Baumaßnahmen sind im Sommer und Herbst weitergegangen. Während im Sommer alle Fenster des Haupthauses ausgetauscht wurden, durften wir bis zum Jahresende unsere Kidsclubküche erweitern und grundlegend renovieren. Jetzt verfügt sie u.a. über einen Industrieherd, eine Kippbratpfanne und einen Kombidämpfer. Darüber freuen wir uns sehr.
Und zuguter Letzt durften wir mithilfe eines großzügigen Sponsorings auch noch unseren in die Jahre gekommenen VW-Bus gegen ein wesentlich jüngeres Modell tauschen.
Hätten wir vor einem Jahr gewusst, was auf uns zukommt – wir hätten es nicht für möglich gehalten. Was für ein Jahr! Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Unterstützer, Helfer und Beter, die diese Ausnahmezeit mit uns durchlebt haben und zu Möglichmachern geworden sind! Ihr seid ein Segen!

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